Ausstellungen

WIEDERERÖFFNUNG am 15. Mai 2010 auf dem Gutshof Britz

Das Museum Neukölln packt zurzeit alle seine Schätze in Kisten und Kartons - bereit für den Transport in die restaurierten und für museale Zwecke eingerichteten Gebäude auf dem ehemaligen Gutshof Britz. Die Organisation für den Umzug liegt in den geschulten Händen der Firma Zapf-Umzüge, mit der das Bezirksamt Neukölln eine "Public Private Partnership" eingegangen ist. Konkret heißt das: Das Ausbildungszentrum der Firma Zapf in Neukölln übernimmt die Logistik, die Man-Power und den Transport. Das Museum Neukölln betreut und übernimmt die Aufsicht über die Verpackung gemeinsam mit den Ausbildern von Zapf. Daneben werden die Auszubildenden durch Restauratoren gezielt für die Handhabung spezieller Sammlungsteile geschult.

Seit dem 22. Januar 2010 läuft der Countdown für die Eröffnung der neuen ständigen Ausstellung 99 x Neukölln am 15. Mai 2010.  Jeder Tag der einzelnen Umzugsphasen und der Aufbau der Ausstellung werden in einem Internet-Tagebuch dokumentiert.

Auf www.museum-neukoelln.de darf gebloggt und getwittert werden!

"einpackende Hände" (Foto: Friedhelm Hoffmann)

Verdrängte Geschichte -

SPUREN KOLONIALER VERGANGENHEIT IN NEUKÖLLN

Das Mobile Museum zu Gast im Foyer der
Kath. St. Christophorus-Kirche, Nansenstr. 4
Vernissage: 29. Januar 2010, 19.00 Uhr

Neben den Hansestädten Hamburg und Bremen mit ihren Überseehäfen entwickelte sich die Reichshauptstadt Berlin nach dem Ende der viermonatigen Kongo-Konferenz im Februar 1885 schnell zur deutschen Kolonialmetropole. Spuren des Kolonialismus finden sich auch im Stadtbild Neuköllns. Eine Spur führt in die Wissmannstraße, benannt nach Hermann von Wissmann, Gouverneur von Deutsch-Ostafrika. Eine weitere Spur führt in die Woermannkehre. Namensgeber Adolph Woermann galt mit der Woermann-Linie als größter Privatreeder der Welt und war maßgeblich an der Einrichtung der deutschen Kolonien in Afrika beteiligt. Auch auf dem Garnisonfriedhof Columbiadamm ist unsere koloniale Vergangenheit sichtbar: Dort liegt der "Herero-Stein" samt einer im Oktober 2009 eingeweihten Namibia-Gedenkplatte. Während bis vor kurzem nur der Täter gedacht wurde, erinnert der Ergänzungsstein jetzt auch an die mehr als 50.000 von deutschen Truppen vernichteten Herero und Nama während des Aufstandes von 1904 bis 1907.

31. Januar bis 25. März 2010

Öffnungszeiten: Di - Fr, So 12 - 18 Uhr

Eintritt frei

Wir danken der Universitätsbibliothek Frankfurt/Main und dem Bundesarchiv für die kostenfreie Bereitstellung ihrer  in der Ausstellung gezeigten Fotos





Kolonialwarengeschäft in der Nansenstr. 35, Neukölln, um 1911/12 (Foto: Landesarchiv Berlin)

Kolonialwarengeschäft in der Nansenstr. 35, Neukölln, um 1911/12 (Foto: Landesarchiv Berlin)

Einweihung des Namibia-Gedenksteins am 2. Oktober 2009 auf dem Garnisonfriedhof Columbiadamm (Foto:Arndt Beck)

Einweihung des Namibia-Gedenksteins am 2. Oktober 2009 auf dem Garnisonfriedhof Columbiadamm (Foto:Arndt Beck)

nach oben

© 2009 Museum Neukölln - Impressum

Drucken